News
Entenstraße

Edition PANEL
Das Heft
Alben
pti edition
Postcard Edition
Künstler
Warenkorb

Forum
Kontakt
Links
Suche
Newsfeed
Impressum

News-Gesamtübersicht

08. 01. 2015

Charlie Hebdo: Erste Reaktionen

Kein Thema hat an diesem Mittwoch die Medien beherrscht wie der berfall auf die Redaktionsrume des Pariser Satireblatts Charlie Hebdo, der bis jetzt 12 Todessopfer gefordert hat, darunter mindestens vier Cartoonisten des Magazins - Cabu, Wolinski, Herausgeber Charb und Tignous, die zur wchentlichen Redaktionskonferenz versammelt waren. Ouest France berichtet noch von einem fnften Cartoonisten unter den Todesoppfern, Philippe Honor, doch haben wir dazu noch keine weiteren Quellen gefunden. (Ergnzung: Inzwischen (8. 1.) sind die Namen der Toten verffentlicht, und Honor ist dabei. Vox.com hat eine Liste mit Information zu allen Toten. Die Nachrichten, auch zu den Ttern, trudeln so nach und nach ein. Wer es verfolgen will, kann sich z. B. den Nachrichtenticker bei Tagesschau.de abonniernen.)

Es handelt sich um den - nach Todesopfern - schwersten Anschlag in Frankreich seit 1961, und dass in diesem Fall nicht nur Menschenleben, sondern auch die Pressefreiheti angegriffen wurde, lsst dieses Attentat besonders schwer wirken. Die Nachricht zog breite Kreise, und ganz Frankreich scheint Anteil zu nehmen: Zu Kundgebungen und Mahnwachen erschienen zehntausende alleine in Paris. Aushngeschild der Bekundungen, auf den Straen wie online, ist der einfache Schriftzug Je suis Charlie, den die Redaktion auf der Webseite von Charlie Hebdo als Download angeboten hat, und der auch bei Twitter als Hashtag kursiert.

Unter dem Motto "Je Suis Charlie" hufen sich auch die Solidarittsbekundungen aus der internationalen Comic- und Cartoon-Szene. So nutzten einige deutschsprachige Webcomic-ZeichnerInnen ihre Comics zu einer Art konzertierten "Schweigeminute" mit geschwrzten Bildern und dem besagten Schriftzug - mal mehr, mal weniger konsequent. Andere Cartoonisten haben ihre Anteilnahme in teils sehr deutlichen Zechnungen ausgedrckt. Den Anfang machte anscheinend der australische Zeichner David Pope auf seiner Facebook-Seite bereits kurz nach Bekanntwerden des Attentats. Die Zeitung Ouest-France hat einige der ersten Reaktionen gesammelt, und Mashable hat versprochen, die eigene Liste noch fortzufhren.

Es ist nicht das erste Mal, das Charlie Hebdo unter Beschuss geriet - bereits 2011 wurden die Redaktionsrume Ziel eines Brandanschlags, aber damals starb wenigstens niemand. Charlie Hebdos beiender Humor ist nie leicht zu verdauen, und besonders Islamisten, bekannt fr ihren vlligen Mangel an Humor in solchen Dingen, fhlten sich durch Aktionen wie den Abdruck der dnischen Mohammed-Karitkaturen 2006 und eine angeblich von Mohammed kuratierte Ausgabe 2011 (auf die dann der Brandanschlag folgte) angegriffen. Herausgeber Charb stand bereits seit 2011 unter Polizeischutz.






Share/Bookmark

News-Gesamtübersicht


e-zine - Impressum - Kontakt